Als Lions-Diplomatin in die USA

Zehn Jugendliche aus zehn Nationen – Alma Weber ist die dritte von rechts

Wenn man eine Reise tut, kann man etwas erzählen. Das gilt ganz sicher für die Schönberger Schülerin Alma Weber aus Laboe, die für den Lions Club Wagrien aus Schönberg in diesem Sommer als einzige deutsche Vertreterin ein internationales Lions Youth Camp in Arizona besucht hat.

Selbst ein Besuch in der Kriminaltechnik der Polizei gehörte zum Programm

10 Tage Gemeinschaftsprogramm und 14 Tage leben in einer amerikanischen Familie sorgten für reichlich Abwechslung.

Los ging es kurz nach der Ankunft mit einem Ritt hoch zu Ross durch die Wüste, ein Erlebnis der besonderen Art bei den doch etwas höheren Sommertemperaturen. Weiter auf dem Programm stand ein Besuch im Besh Ba Gowah Archaeological Parc, ein Spaziergang durch eine 700 Jahre alte Pueblo Kultur. Nicht zu vergessen die Morenci Mine Tour, der grössten Kupfermine in Nordamerika im Übertagebau. Dazu gehörte aber auch ein Abstecher nach Meixico, das Cowboy Museum in Tombstone, Nogales  und das Biosphaerenreservat 2.

„35 bis 40 Grad sind schon eine Hausnummer“, fasst Alma ihre Erlebnisse zusammen. Von ganz anderer Art dann der Besuch im Crime Lab der Polizei, wo ihnen gezeigt wurde, wie die Kriminaltechniker arbeiten. Ein Besuch im Lions Radio Sun Sounds für Blinde schloss das Programm dann ab. Was dann folgte, waren 14 Tage „amerikanisches Familienleben“. Eine Besonderheit ist dabei sicherlich zu erwähnen: Für ein Treffen der Gruppe musste jeder der 10 Teilnehmer ein für sein Land typisches Gericht kochen. Alma bereitete ein Holsteiner Schnitzel mit Spiegelei und Bratkartoffeln zu. „Was zumindest bei einigen, die probierten, zu einem Hochziehen der Augenbrauen führte.“

Die Gruppe mit ihren beiden Begleitern, lokalen Lions-Freunden

„Super Cool“ war eine Jeep Safari in den Norden zum Slide Rock. Wer auf dieser Apfelfarm das Abenteuer sucht, kann eine im Zuge der Bewässerung angelegte „Wasserrutsche“ hinunterrutschen. „Das Wasser aus den Bergen aber ist mehr als kalt.“ Von dort aus ging es dann zum Grand Canyon und zum Kayenta Indian Resort im Monument Valley. „Dort erlebten wir einen Sonnenuntergang bei Gitarrenmusik, die einer aus unserer Mitte stimmungsvoll darbot.“

Am Grand Canyon

„Ich hatte zunächst Angst, Vertrauen zu finden“, beschreibt Alma ihre Gefühle und Gedanken im Nachhinein. Jetzt sei sie „gewachsen, bin selbstbewußter geworden.“ Eine solche Reise von Lions könne man nur empfehlen. „Man wird durch die Erfahrungen reifer, man wächst. Mir hat diese Reise sehr viel weiter geholfen“ – für den künftigen Weg im Leben. Das heißt für Alma zunächst einmal Abitur, dann vielleicht studieren oder Ausbildung oder, oder, oder. Wir wünschen ihr jedenfalls viel Glück. Für den Lions Club Wagrien wird sie jedenfalls nicht die letzte sein, die wir auf eine solche Reise schicken.